Resistenzsicherheit ist das A und O für jede Herbizidbehandlung!
Die Erfahrung aus dem Getreide hat gezeigt: Resistenzen bei Ungräsern und Unkräutern nehmen bei Fehlern in der Herbizid Auswahl extrem schnell zu. Das kann die Bekämpfung teuer und umständlich machen, manchmal sogar unmöglich. Beispiele für resistente Unkräuter aus dem Getreide sind der Ackerfuchsschwanz und die Vogelmiere. Im Mais werden Weidelgräser, Hühnerhirse und Amaranth zunehmend zum Problem, weil sie durch ALS-Hemmer immer schlechter bekämpft werden.
In Zeiten von Wirkstoffwegfall und Einschränkung der Mittelauswahl ist es wichtig, genau hinzuschauen! Kombinationen von Wirkstoffen aus einer Klasse bringen kaum Vorteile! Die echte Kombination von Wirkstoffen mit verschiedenen Wirkmechanismen bringt langfristig eine sehr wirksame Vorsorge gegen Resistenzentwicklung. Aber es lohnt sich auch kurzfristig schon! Mehrere Wirkstoffe aus verschiedenen Wirkstoffklassen zu kombinieren, heißt auch schon beim ersten Einsatz: Mehr Wirkungssicherheit!
Elumis ist eine perfekte Kombination aus Mesotrione (HPPD-Hemmer) und Nicosulfuron (ALS-Hemmer). Die patentierte Formulierung macht es zu einem der verträglichsten Sulfonylharnstoff-Herbiziden im Mais! Es bekämpft schonend und sicher alle wichtigen Ungräser (inklusive Hirsen, Ackerfuchsschwanz, Quecke) und eine breite Palette an Unkräutern mit seiner starken Blattwirkung.
Einmal drüber, alles vorüber?!
Viele Landwirte möchten Ungräser, Unkräuter und Hirsen im Mais in einer Überfahrt bekämpfen. Dazu braucht es gerade bei stärkerem Druck mit spät auflaufenden Hirsen neben der Blattwirkung auch eine Komponente mit Bodenwirkung. Zu diesem Zweck haben wir den Elumis Triumph Pack entwickelt.
Abbildung 1: Elumis Triumph Pack – Komplettwirkung auf höchstem Niveau
Die Vorteile von Elumis Triumph Pack
Schonende und sichere Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern über patentierte Formulierung des Blattherbizids Elumis
TBA-Boost und langanhaltende Dauerwirkung durch Bodenherbizid Successor-T®
Einfache Anwendung durch Komplettpaket: Blatt und Bodenherbizid in einem Karton
In intensiven Fruchtfolgen stellen wir fest, dass Problemunkräuter in den letzten Jahren zugenommen haben. Knöterich, wie der weit verbreitete Windenknöterich sind nicht immer einfach zu bekämpfen und führen auch in anderen Kulturen durch Wirkstoffwegfall zunehmend zu Problemen (z. B. Zuckerrüben und Kartoffeln). Wichtiger ist eine sichere Bekämpfung im Mais.
Ampferarten sind in vielen Grünlandbetrieben ein weit verbreitetes Phänomen. Durch die langlebigen Samen und die Verbreitung über die Gülle sind sie inzwischen überall zu finden.
Daneben zählen in den heutigen Anbausystemen mit Zwischenfrucht vor Mais und dem Verzicht auf Glyphosat, große Pflanzen von Ausfallraps, Kamillearten und nach milden Wintern auch Zwischenfruchtarten zum Unkrautspektrum im Mais.
Perfekt geeignet zu Bekämpfung dieser und vieler anderer hartnäckigen Unkräutern ist das Herbizid Peak mit dem Wirkstoff Prosulfuron. Mit der Kombination von Elumis und Peak im Elumis P Pack wird der Anbau von Mais auch ohne Glyphosat möglich.
Die Vorteile von Elumis P Pack
Blattaktive Komplettlösung gegen Ungräser und Unkräuter
Starke Wirkung gegen Knöteriche, Ampfer, große Unkräuter und Zwischenfruchtreste bei Glyphosatverzicht
TBA-frei und optimaler Partner für TBA-freie Bodenherbizide wie z. B. 1,0l/ha Spectrum®
Nach dem Auflaufen gegen Hirsen, Ungräser und Unkräuter
Nach dem Auflaufen gegen Unkräuter inkl. Knöterich-Arten, Ampfer, große Kamille
Aufwandmenge
1,25 l/ha
20 g/ha
Abpackung
5 l Elumis + 80 g Peak (neue Verpackung) = 4ha
Wurzelunkräuter und Nachbehandlungen
Gerade in den letzten, eher trockenen Anbaujahren konnten Wurzelunkräuter, zu denen auch Winde-Arten und die Disteln zählen, den Vorteil des sehr langen Wurzelwerks ausspielen und den Mais auch noch spät in der Saison schädigen. Aus diesem Grund ist eine Bekämpfung wichtig! Anders als in anderen Kulturen, können im Mais potente Herbizide zur Bekämpfung genutzt werden und der Mais kann dadurch einen Beitrag für die gesamte Fruchtfolge leisten. Wie kann eine Strategie in der Bekämpfung von Distel und Winde aussehen?
Der Wirkstoff Dicamba ist ein wichtiger Baustein und als synthetisches Auxin (landläufig als „Wuchsstoff“ bezeichnet) nicht resistenzgefährdet. Hier ist ein bekanntes Kombinationsprodukt mit dem Wirkstoff Tritosulfuron dieses Jahr nicht mehr im Markt erhältlich. Syngenta bietet den idealen Nachfolger mit dem gleichen Produktkonzept an: Casper Adigor Pack enthält Dicamba, sowie den Problemlöserwirkstoff Prosulfuron (bekannt aus dem Herbizid Peak) zusammen mit dem leistungsstarken Additiv Adigor. Ähnlich aufgebaut, aber durch den gegen Gräser wirksamen Wirkstoff Nicosulfuron ergänzt ist das Produkt Spandis Adigor Pack.
Diese beiden Produkte können als Einmalbehandlung zum Einsatz kommen oder aber in Spritzfolge als Nachlage nach einem Breitbandherbizid wie zB. Elumis Triumph Pack.
Wichtig: Wurzelunkräuter müssen weit genug entwickelt sein, um genügend Wirkstoff aufnehmen zu können. Nur dann ist die Wirkung wurzeltief und nachhaltig! Als Faustregel gilt: Distel mit etwa 10-15cm Wuchshöhe und Winde-Arten mit 20-25cm Trieblänge sind groß genug.
Tipp vom Praktiker: Wer nur einzelne Nester behandeln möchte, der kann mit Casper Adigor Pack vor der Breitbandbehandlung diese Unkrautnester gezielt abfahren und dann direkt im Anschluss z.B. mit Elumis Triumph eine Breitbandbehandlung ergänzen.
Übrigens: Casper kann zur Saison 2026 auch im Grünland eingesetzt werden und wirkt auch dort gegen eine Vielzahl von Unkräutern! Jetzt testen und Grundfutterqualität verbessern!
Abbildung 2: Casper – Breit und stark gegen ausdauernde und einjährige Problemunkräuter im Mais
Komplementäre Lösungen
Das können Sie neben dem Herbizid tun, um dem Mais von Beginn an einen guten Start zu verschaffen:
Jahre mit einem kühlen Frühjahr, wie zuletzt 2025, haben es deutlich gezeigt: der Mais ist eine wärmeliebende Pflanze. Kälteeinbrüche nach der Aussaat, zögerliche Bodenerwärmung und schwankende Temperaturen bremsen die Jugendentwicklung spürbar. Genau in dieser sensiblen Phase trifft die Herbizidmaßnahme auf eine bereits gestresste Pflanze. Darüber hinaus zeichnet sich für das Frühjahr 2026 erneut eine Trockenperiode ab, die die Mineralisation von ertragsbildendem Stickstoff im Boden hemmt und zusätzlich erleben wir wieder steigende Düngerpreise!
Zwei Fragen stellen sich:
Wie schütze ich den Mais effizient vor klimatischem Stress, kombiniert mit der Unkrautbekämpfung?
Wie stelle ich eine zuverlässige Stickstoffversorgung sicher zu einem stabilen Preis?
Megafol –Stressschutz direkt in der Herbizidmischung
Stress kostet Ertrag. Das gilt nicht nur für Unkrautkonkurrenz, sondern auch für abiotische Einflüsse wie Kälteeinbrüche und die damit verbundene Empfindlichkeit gegenüber Herbizidmischungen in der Jugendentwicklung.
Megafol ist ein pflanzliches Biostimulans, dass die natürliche Widerstandskraft des Maises gezielt stärkt. Als CE-zertifiziertes Düngeprodukt steht Megafol für geprüfte Wirksamkeit. Es lässt sich einfach in die Tankmischung mit der Herbizidmaßnahme integrieren und erzielt so in einer Überfahrt doppelten Nutzen. Der Mais kommt schneller aus dem abiotischen Stress, verträgt die Herbizidanwendung besser, und entwickelt sich so zügiger weiter.
Megafol enthält spezifische Aminosäuren wie Glutaminsäure, Prolin, Glycin und Arginin sowie Betaine, die eine zentrale physiologische Rolle in der pflanzlichen Stressreaktion übernehmen. Diese Verbindungen wirken als organische Osmolyte, die Wasserspeicherung in den Zellen fördern, sowie die Stomataöffnung regulieren und die Zellmembranen stabilisieren.
Auf molekularer Ebene ist Megafol an der Aktivierung von 127 Genen beteiligt, darunter Kälteschutz-Gene, die Zellwände schützen und die Kältetoleranz der Pflanze nachweislich stärken. Gleichzeitig unterstützen die enthaltenen Aminosäuren die Photosynthese und den Stoffwechsel im Pflanzengewebe. Gerade wenn ungünstige Bedingungen zusätzlichen Stress bei Herbizidanwendungen erzeugen, fördert Megafol die schnelle Regeneration und sichert so die Jugendentwicklung des Maises ab.
Versuchsdaten zu Megafol
Der Megafol-Effekt (2l/ha in Tankmischung mit Herbiziden) wird besonders deutlich sichtbar wenn starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen auf den Herbizideinsatz treffen. Megafol sichert die Pflanzenentwicklung und sorgt für einen optimalen Start!
Abbildung 3: Herbizidschaden (%) 14 Tage nach Appl. bei starken Tag-Nacht-Temperaturschwankung
Die Maispflanzen auf der linken Seite der folgenden Abbildung sind ohne Megafol-Behandlung und auf der rechten Seite mit Megafol-Behandlung.
Abbildung 5: Links: ohne Megafol und rechts: mit Megafol (2l/ha)
Nutribio N – Stickstoff, wann und wo die Pflanze ihn braucht. Zum stabilen Preis!
Steigende Düngerpreise und Frühjahrstrockenheit, eine effiziente N-Versorgung ist absolut kritisch.
Nutribio N ergänzt Ihre Düngestrategie durch biologische Stickstofffixierung und deckt bis zu 30-40 kg des Stickstoffbedarfs pro ha – bilanzfrei. Der grundlegend andere Ansatz überzeugt mit einem stabilen Preis für eine verlässlichen Kostenkalkulation. Als CE-zertifiziertes Düngeprodukt steht es, wie auch Megafol, für geprüfte Wirksamkeit. Der enthaltene Bakterienstamm Azotobacter salinestris CECT 9690 wandelt atmosphärischen Stickstoff über das Nitrogenase-Enzym direkt in eine pflanzenverfügbare Form um und wirkt dabei gleich an drei Orten: als Endophyt im Inneren von Blättern und Wurzeln sowie als Biofilm auf der Wurzeloberfläche. Die Stickstoffbereitstellung passt sich dabei dynamisch dem tatsächlichen Bedarf der Pflanze, für optimale N-Versorgung bis zur Abreife, an. Gleichzeitig fördert Nutribio N aktiv die Wurzelentwicklung und verbessert so die Wasser- und Nährstoffaufnahme der gesamten Pflanze. Auch unter widrigen Bedingungen bleibt Nutribio N zuverlässig wirksam. Bei Frost oder Trockenheit bildet Azotobacter salinestris eine robuste Zystenform mit verdickter Zellwand. Sobald die Bedingungen günstiger werden, kehrt das Bakterium in seine metabolisch aktive Form zurück und reagiert somit auf Hungerlöcher im Frühjahr.
Abbildung 6: Bedarfsgerechte Versorgung mit Nutribio N
Abbildung 7: Azotobacter salinestris CECT 9690 besiedelt das Innere von Blättern und Wurzeln und bildet auf der Wurzeloberfläche zusätzlich einen Biofilm aus, der die Stickstoff-Aufnahme der Pflanze fördert.
Versuchsdaten zu Nutribio N
Nutribio N kompensiert reduzierte N-Düngung in Silomais und Körnermais konstant über mehrere Jahre (50 g/ha Nutribio N zu BBCH 14).
Abbildung 8: FH Kiel 2023 & 2024 (n=2), Syngenta Exaktversuche 2025 in Brandenburg (n=2)
✅ Warum ist eine vielseitige Wirkstoffkombination im Mais so wichtig?
Eine Mischung aus verschiedenen Wirkmechanismen senkt das Resistenzrisiko deutlich. Sie sorgt sowohl kurzfristig für sichere Wirkung gegen Hirsen, Unkräuter und Ungräser als auch langfristig für stabile Bekämpfungserfolge.
✅ Welche Vorteile bietet der Elumis Triumph Pack bei starkem Unkraut- und Hirsendruck?
Das Paket kombiniert eine starke Blattwirkung mit zusätzlicher Bodenwirkung. Dadurch werden auch spät auflaufende Hirsen zuverlässig erfasst – in nur einer Überfahrt und mit besonders schonender Formulierung.
✅ Wie lassen sich hartnäckige Problemunkräuter ohne Glyphosat effektiv kontrollieren?
Durch die Kombination aus Elumis und dem Wirkstoff Prosulfuron (im Elumis P Pack) werden Knöteriche, Ampfer, große Kamille und Zwischenfruchtreste sicher erfasst. So bleibt der Maisanbau auch bei Glyphosatverzicht leistungsfähig.
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