Ferkelfütterung: Das optimale System zur Absetzphase
Ferkelfütterung: Das optimale System zur Absetzphase
Geschrieben von Andrea Friebe
BAT Fachberatung Ferkel
Stand: 28.04.2026
Ein zentrales Ziel der Ferkelaufzucht ist die Entwicklung von gleichmäßigen, frohwüchsigen und widerstandsfähigen Ferkeln. Voraussetzung dafür ist eine möglichst ungestörte Entwicklung der Tiere während der Säugephase. Das wird jedoch zunehmend anspruchsvoller: Der züchterische Fortschritt führt zu immer größeren Würfen, die häufig mit geringeren Geburtsgewichten und ausgeprägten Gewichtsunterschieden innerhalb eines Wurfes einhergehen.
Um die Herausforderung von möglichst vielen Ferkeln bei einem gleichzeitig hohen Absetzgewicht zu meistern, möchten wir Ihnen im Folgenden praxisnahe Empfehlungen zur bedarfsgerechten Fütterung von Ferkeln geben.
Die Sauenfütterung als Fundament der Ferkelentwicklung
In den ersten Lebenswochen ist die Sauenmilch die alleinige Nährstoffquelle der Ferkel. Ihre Menge und Zusammensetzung bestimmen maßgeblich die täglichen Zunahmen und die Vitalität des Wurfes. Eine bedarfsgerechte Energie- und Aminosäurenversorgung während der Laktation ist daher entscheidend, um hohe Milchleistungen zu ermöglichen und gleichzeitig übermäßige Körperreservenverluste der Sau zu vermeiden.
Eine unzureichende Energieaufnahme führt zu sinkender Milchleistung und schwächeren Ferkeln mit direkten Auswirkungen auf die spätere Futteraufnahme nach dem Absetzen. Besonders wichtig ist eine ausgewogene Versorgung mit verdaulichem Lysin, da diese Aminosäure die Milchproteinbildung maßgeblich beeinflusst. Auch eine stabile Futteraufnahme der Sau über die gesamte Laktation hinweg trägt dazu bei, dass die Milchleistung nicht frühzeitig einbricht.
Leistungsfähige Sauen bringen gleichmäßig entwickelte Würfe hervor. Diese Homogenität erleichtert später die Futterumstellung, da weniger Gewichtsunterschiede innerhalb der Gruppe bestehen.
Verdauungsphysiologie: Vom Milchverdauer zum Allesfresser
Neugeborene Ferkel sind physiologisch auf die Verdauung von Milch spezialisiert. Die Aktivität milchspaltender Enzyme wie Laktase ist hoch ausgeprägt, während die Stärkeverdauung zunächst eine untergeordnete Rolle spielt. Die Produktion pankreatischer Amylase entwickelt sich erst im Verlauf der Säugephase.
Dieser Reifungsprozess wird durch Substratkontakt stimuliert. Das bedeutet: Nimmt das Ferkel bereits in der Säugezeit kleine Mengen stärkehaltiger Komponenten auf, passt sich die Enzymausstattung früher an. Gleichzeitig reift die Dünndarmschleimhaut schneller aus. Zottenstruktur und die Enzymaktivität stabilisieren sich, was die spätere Nährstoffverwertung verbessert.
Fehlt diese Vorbereitung, reagiert der Verdauungstrakt auf die abrupte Umstellung beim Absetzen häufig mit reduzierter Futteraufnahme, Verdauungsstörungen und Leistungseinbußen.
Verdauungsphysiologie: Vom Milchverdauer zum Allesfresser
Neugeborene Ferkel sind physiologisch auf die Verdauung von Milch spezialisiert. Die Aktivität milchspaltender Enzyme wie Laktase ist hoch ausgeprägt, während die Stärkeverdauung zunächst eine untergeordnete Rolle spielt. Die Produktion pankreatischer Amylase entwickelt sich erst im Verlauf der Säugephase.
Dieser Reifungsprozess wird durch Substratkontakt stimuliert. Das bedeutet: Nimmt das Ferkel bereits in der Säugezeit kleine Mengen stärkehaltiger Komponenten auf, passt sich die Enzymausstattung früher an. Gleichzeitig reift die Dünndarmschleimhaut schneller aus. Zottenstruktur und Enzymaktivität stabilisieren sich, was die spätere Nährstoffverwertung verbessert.
Fehlt diese Vorbereitung, reagiert der Verdauungstrakt auf die abrupte Umstellung beim Absetzen häufig mit reduzierter Futteraufnahme, Verdauungsstörungen und Leistungseinbußen.
Frühzeitige Beifütterung als Trainingsphase
Ab der zweiten Lebenswoche zeigen Ferkel ein natürliches Erkundungs- und Neugierverhalten. Diese Phase eignet sich optimal, um schmackhafte Beikost anzubieten. Ziel ist weniger die hohe absolute Futtermenge, sondern vielmehr das „Lernen zu fressen“. Geruch, Geschmack und Struktur des Futters prägen sich ein und erleichtern die spätere Umstellung.
Hochwertige Beifutter sollten leicht verdaulich sein und sensorisch ansprechend wirken. Bestandteile aus Milch sowie technologisch aufgeschlossenes Getreide können die Akzeptanz erhöhen und gleichzeitig die enzymatische Anpassung unterstützen. Entscheidend ist, dass das Futter frisch, hygienisch einwandfrei und in kleinen, häufig erneuerten Mengen angeboten wird.
Ferkel, die während der Säugephase regelmäßig Festfutter aufnehmen, beginnen nach dem Absetzen schneller wieder zu fressen. Dadurch werden kritische Fresspausen reduziert.
Die frühzeitige Futteraufnahme ist kein isolierter Faktor, sondern Teil eines Gesamtkonzeptes. Eine leistungsfähige Sau mit stabiler Milchleistung, eine gezielte Beifütterung in der Säugephase und ein abgestimmtes Absetzfutter greifen ineinander.
Betriebe, die diese drei Phasen konsequent aufeinander abstimmen, beobachten in der Praxis häufig:
geringere Gewichtsverluste unmittelbar nach dem Absetzen– Durch Förderung der Milchsäurebakterien
gleichmäßigere Wurfentwicklungen
stabilere Darmgesundheit
höhere tägliche Zunahmen in den ersten Aufzuchtwochen
Die BAT Pro Opticare Produkte
Mit der Opticare‑Produktlinie von BAT Agrar steht ein praxisbewährtes Fütterungskonzept zur Verfügung, das Ferkel vom frühesten Lebensalter bis über das Absetzen hinaus gezielt begleitet. Die verschiedenen Opticare‑Produkte sind auf die jeweiligen Entwicklungsphasen abgestimmt und unterstützen den schrittweisen Übergang von Milch- zu Trockenfutter durch hochverdauliche Rohwaren, schmackhafte Rezepturen und funktionelle Komponenten zur Förderung der Verdauung.
myAGRAR ist Teil der BAT Gruppe und bietet mit den Opticare‑Produkten die ausgewogenen Futtermittel der Konzernmutter online an:
✅ Warum ist die Fütterung der Sau entscheidend für die frühe Futteraufnahme der Ferkel?
Die Versorgung der Sau legt den Grundstein für vitale Ferkel. Eine hohe und stabile Milchleistung fördert gleichmäßige Zunahmen und unterstützt die spätere Futteraufnahme nach dem Absetzen deutlich.
✅ Weshalb sollten Ferkel schon während der Säugephase Festfutter aufnehmen?
Durch frühe Beifütterung lernt das Ferkel zu fressen. Der Verdauungstrakt passt sich an Stärke an, Enzyme und Darmstruktur reifen früher aus und die Umstellung nach dem Absetzen fällt leichter.
✅ Wie kann man Fresspausen und Leistungseinbrüche beim Absetzen reduzieren?
Ein fließender Übergang mit ähnlicher Rohstoffbasis, Geschmack und Struktur von Prestarter und Absetzfutter senkt Stress. So beginnen Ferkel schneller wieder zu fressen und bleiben stabiler.
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Für ggf. oben genannte Anwendungsempfehlungen gilt: Alle Rechte vorbehalten. Keine Weitergabe an Dritte! Alle Angaben wurden nach bestem Wissen erstellt. Die Umsetzung erfolgt auf eigenes Risiko. Die Gebrauchsanweisung der Produkte wird durch diese Empfehlung nicht ersetzt und muss unbedingt eingehalten werden.
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