Rapssaat-Beratung: passende Sorte & Saatmenge finden

Beantworten Sie einige Fragen zu Ihrem Standort und Ihrem Anbauziel – Sie erhalten eine klare Empfehlung zur Sortenwahl sowie eine praxisnahe Orientierung für die optimale Saatmenge.

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Die wichtigsten Kriterien für die Raps-Sortenwahl

Hier finden Sie eine kurze Erläuterung der jeweiligen Kriterien, die in unserem Raps-Berater für die Sortenempfehlung verwendet werden. 

Hybridraps oder Liniensorte?

Die meisten modernen Rapssorten sind Hybridsorten. Sie überzeugen durch hohe Ertragsleistungen, eine starke Jugendentwicklung und eine gute Anpassungsfähigkeit an anspruchsvolle Standorte. Liniensorten bieten dagegen häufig einen günstigeren Saatgutpreis und eignen sich tendenziell für Betriebe mit engen Rapsfruchtfolgen. 

Wie hängen Kornertrag, Ölertrag und Ölgehalt zusammen?

Der Kornertrag beschreibt die geerntete Samenmenge pro Hektar, während der Ölgehalt angibt, wie viel Öl in den Rapssamen enthalten ist. Aus der Kombination beider Merkmale ergibt sich der Ölertrag, also die tatsächlich erzeugte Ölmenge pro Hektar. Ein hoher Kornertrag führt also nicht zwangsläufig zu einem hohen Ölertrag, wenn der Ölgehalt gering ist. Ebenso kann ein hoher Ölgehalt einen niedrigeren Kornertrag teilweise ausgleichen. Die drei Kriterien beeinflussen maßgeblich die Wirtschaftlichkeit und den finanziellen Erfolg des Rapsanbaus. Daher zeigen wir deren Bewertung bei den Ergebnissen des Raps-Beraters. 

Welche Resistenzeigenschaften sind bei Rapssorten wichtig?

Wichtig ist die Kohlhernie-Resistenz auf Flächen mit nachgewiesenem Befall oder engen Rapsfruchtfolgen, da Kohlhernie über viele Jahre im Boden überdauert und erhebliche Ertragsverluste verursachen kann. Ebenfalls sehr relevant ist die TuYV-Resistenz (Wasserrübenvergilbungsvirus), da das Virus durch Blattläuse übertragen wird und inzwischen in vielen Regionen verbreitet ist. Sie sorgt für mehr Ertragssicherheit, besonders in Jahren mit starkem Blattlausflug. 

Die Phoma-Resistenz gehört heute auch zu den wichtigen Merkmalen, da Phoma eine der häufigsten Rapskrankheiten in Deutschland ist und Pflanzen sowie Ertrag erheblich schädigen kann. Auch die Verticillium-Resistenz gewinnt an Bedeutung, vor allem in Regionen mit regelmäßigem Auftreten der Krankheit. Da direkte Bekämpfungsmöglichkeiten begrenzt sind, kann eine resistente Sorte das Risiko deutlich reduzieren. 

Welche Beizen sind bei Rapssaatgut nützlich?

Die Beizung von Rapssaatgut schützt die jungen Pflanzen in der empfindlichen Auflaufphase und sorgt für einen sicheren Feldaufgang. Besonders wichtig sind Fungizidbeizen, da sie vor samen- und bodenbürtigen Pilzkrankheiten schützen und damit die Bestandesentwicklung fördern. Zusätzlich bedeutende Mittel wie Lumiposa bieten Schutz gegen frühe Insektenschädlinge, insbesondere den Rapserdfloh, während ButeoStart ebenfalls vor Schädlingen schützt. Integral Pro setzt hingegen auf biologische Wirkstoffe gegen Phoma und den Rapserdlfoh.