Fahnenblatt schützen - Ertrag sichern!

Mit dem Schieben des Fahnenblattes ist der gesamte Blattapparat des Weizens entwickelt. Dazu gehören auch die sogenannten ertragsrelevanten Blattetagen, zu denen man allgemein die drei obersten Blätter zählt (Fahnenblatt (F), F-1 und F-2). Allein diese drei Blätter sind für gut 75% der Ertragsleistung der Weizenpflanze zuständig. Jedes Prozent gesunde Blattfläche, das durch Krankheiten verloren geht, geht direkt auf den Ertrag. Deshalb ist es so wichtig, die ertragsrelevanten Blattetagen auch noch vor späten Infektionen zu schützen. Das Ziel ist, die ertragsrelevanten oberen Blattetagen gesund zu erhalten um die volle Ertragsleistung zu sichern.

Welche Krankheiten gefährden den Ertrag?

Bei der Fahnenblattbehandlung stehen drei Krankheiten im Fokus: Septoria tritici, Braunrost und Gelbrost. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen der Pilze treten sie oft nicht zusammen auf. Meist steht eine Krankheit im Vordergrund. Beide Rostarten können sehr viele Sporen bilden und haben eine recht kurze Entwicklungszeit von ca. 10 Tagen. Dadurch können sich die Rost-Krankheiten bei entsprechenden Witterungsbedingungen rasant ausbreiten. Für die Bekämpfung bedeutet das: Es sind sehr hohe Wirkungsgrade gefordert. Septoria hat eine deutlich längere Entwicklungszeit (ca. 20 Tage). Die Krankheit breitet sich also normalerweise nicht so rasant aus. Aufgrund von Resistenzentwicklungen hat die Kurativ-Leistung vieler Fungizide allerdings deutlich abgenommen. Sie sollten also vermehrt präventiv arbeiten.

Fahnenblattbehandlung planen

Eine Behandlung macht erst Sinn, wenn das Fahnenblatt schiebt. Sonst bleibt es nach der Applikation ungeschützt. Deshalb sollte die Behandlung auch frühestens in BBCH 37/39 erfolgen. Finden Sie im Bestand infizierte Blätter (auch alte) und sind Niederschläge gefallen oder angesagt, dann sollten Sie eine Behandlung durchführen.

Wirkstoffe gezielt kombinieren

Der bewährte Standard für die Fahnenblattbehandlung ist eine Kombination aus Azol und Carboxamid (z.B. der AVASTEL® Pack mit Prothioconazol und Fluxapyroxad). Hiermit werden alle relevanten Krankheiten abgedeckt. Strobilurine verstärken die Rost-Leistung – vor allen Dingen die Dauerleistung gegen Rost – deutlich und schützen damit auch vor späten „Rost-Überraschungen“. Aufgrund der Resistenzentwicklung bei Septoria spielen die Kontaktwirkstoffe eine große Rolle. Sie wirken sicher und sind nicht-resistenzgefährdet gegen Septoria tritici. In diesem Fall ist der Spezialist FOLPAN® 500 SC gefragt. In Kombination mit dem AVASTEL® Pack werden alle relevanten Krankheiten erfasst.

AVASTEL® Pack

Der Avastel Pack ist eine Fungizidkombination aus Pioli und Abran und biete eine breite Wirkung zur Bekämpfung von allen wichtigen Krankheiten im Getreide. Die Kombination ist durch die lange Wirkungsdauer ideal für einen Einsatz ab Erscheinen des Fahnenblattes.

✓ Abran: 250 g/l Prothioconazol
✓ Pioli: 62,5 g/l Fluxapyroxad

Anwendungsempfehlung

Stand: 11.04.2024
Fachbeitrag von ADAMA. Alle Reche vorbehalten. Alle Angaben nach bestem Wissen erstellt. Die Umsetzung erfolgt auf eigenes Risiko.