Stand: 23.02.26
Ab 2026 bringt die HELM AG unter der neuen Dachmarke Plant Advantage neue innovative Produkte auf den deutschen Markt – darunter auch Scyon.
Die Plant Advantage-Produkte sind von natürlichen Prozessen inspiriert, wissenschaftlich geprüft und haben sich bereits weltweit über mehrere Jahre hinweg erfolgreich in der Praxis bewährt.
Signalstoffbasierte Technologie optimiert die Kommunikation auf Zellebene
Die Plant Advantage Produkte basieren auf einer neuen Technologie, die auf Signalstoffen basiert und in abgestimmter Mischung mit verschiedenen Nährstoffen formuliert sind. Diese Technologie ist gezielt auf die Stoffwechselprozesse in der Pflanze abgestimmt und hilft diesen das genetisch angelegte Ertragspotenzial besser auszuschöpfen.
Signalstoffe – auch Botenstoffe genannt – sind chemische Verbindungen wie lösliche Zucker oder Aminosäuren, die für die Kommunikation auf Zellebene verantwortlich sind. Sie steuern zentrale Prozesse wie Photosynthese, Nährstoffaufnahme und -verwertung und sind damit entscheidend für die Entwicklung und Ertragsbildung der Pflanze.
Pflanzen reagieren auf Umweltreize mit einer Verschiebung des Signalstoffgleichgewichts.
Jede Umweltveränderung – ob positiv oder negativ – beeinflusst das Gleichgewicht spezifischer Signalstoffe in der Zelle. Diese Konzentrationsänderungen aktivieren oder deaktivieren genetisch festgelegte Prozesse.
Verändern sich nun die Umweltbedingungen, führt das zu einer Veränderung des natürlichen Gleichgewichts eines oder mehrerer spezifischer Signalstoffe.
Signalstoffe schalten über ihre Konzentrations- / Gleichgewichtsveränderung in den Zellen genetisch festgelegte Reaktionen an oder aus.
Dieser Vorgang wird auch als Anpassung des Genexpressionsniveaus beschrieben, wodurch die Zelle gezielte Reaktionen auf einen Reiz aktiviert.
Nach der Anwendung von Scyon lässt sich diese Anpassung des Genexpressionsniveaus messen, was den Effekt der Technologie auf den pflanzlichen Stoffwechsel wissenschaftlich belegt.
Für den Pflanzenbau bedeutet dies, dass durch den Einsatz von Signalstoffen das Gleichgewicht beeinflusst und gewünschte Reaktionen angestoßen werden können.
Von der Theorie in die Praxis
Scyon kombiniert gezielt ausgewählte Signalstoffe mit Nährstoffen, um definierte Stoffwechselreaktionen auszulösen. Dadurch wird die Aufnahme und Nutzung von Nährstoffen entsprechend ihrer Verfügbarkeit auch unter wechselnden Umweltbedingungen verbessert.
Das Ergebnis: Eine widerstandsfähigere, leistungsfähigere Pflanze.
Die Stimulierung der Aufnahme von z.B. Stickstoff und Phosphor fördert parallel die Kohlenstofffixierung in der Photosynthese. Damit steigt proportional auch der Bedarf an weiteren Nährstoffen, um die Biomassebildung optimal umzusetzen.
Scyon unterstützt diesen Prozess, indem es das Signalstoffniveau so beeinflusst, dass eine ausgewogene Nährstoffverwertung gewährleistet ist.
Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz
Der Erfolg dieser Technologie hängt vom „Minimumgesetz“ ab: Der am wenigsten verfügbare Wachstumsfaktor bleibt immer limitierend.
Eine ausreichende Verfügbarkeit von Wasser, Licht, Temperatur oder Nährstoffen, ist die Basis für die Ausschöpfung des natürlichen Ertragspotenzials auch unter dem Einsatz von Signalstoffen.
Unter optimalen Bedingungen zeigen unabhängige Kleinparzellenversuche in Deutschland bereits im dritten Jahr deutliche positive Ertragseffekte durch den Einsatz von Scyon.
Im Einsatz einfach EINFACH
Scyon ist einfach und flexibel in der Anwendung und kann mit 1,0 l/ha in der Pflanzenschutzmaßnahme gemäß Gebrauchsanleitung ausgebracht werden – eine zusätzliche Überfahrt ist nicht erforderlich.
Durch unabhängige Versuche durch die LWK NDS, die LWK NRW, freie Beratungsunternehmen und Beratungs- Abteilungen von Großhandelskunden hat sich in den Jahren 2023-2025 ein klares Bild ergeben:
Vier Kleinparzellenversuche in 2023 drei- bzw. vierfach wiederhold in Norddeutschland ergaben bei dem Einsatz von 1,0l/ha Scyon in BBCH 25-30 im Winterweizen auch bei standortspezifisch nach DüVo eingeschränkter Düngung positive Mehrerträge von bis zu 4% (im Durchschnitt 2%).
Im Jahr 2024 wurden die Versuche analog 2023 bei den gleichen Versuchsanstellern auf sechs Standorten im Winterweizen wiederholt. Hier zeigte sich, dass Scyon unter Bedarfsgerechter Düngung nach Entzug bis zu 9% Mehrertrag in der Spitze bringen (im Durchschnitt über alle Versuche 2,7%), jedoch bei eingeschränkter Nährstoffverfügbarkeit auch mit seiner Wirkung auf 0-1% stagnieren kann.
2025 wurde dann das Versuchsprogramm im dritten Jahr analog 2023 & 2024 bei den gleichen Versuchsanstellern durchgeführt. Lediglich wurden von den sechs Versuchen nun zwei in Wintergerste gelegt und vier in den Winterweizen. Bedingt durch die ausgeprägte Trockenheit und damit verbundene mangelnde Nährstoffverfügbarkeit für die Pflanzen zeigen die Varianten bei denen keine zusätzlichen Maßnahmen wie Beregnung oder intensive Nährstoffgabe über das Blatt erfolgte keine Ertragseffekte. Unter Beregnung bzw. intensiver Blattdüngung wurden in der Gerste bis zu 5% bzw. im Weizen bis zu 4% an Ertragsteigerung im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle erreicht.
In Summe belegen diese dreijährigen Ergebnisse, die Wirksamkeit von 1,0l/ha Scyon in BBCH 25-30 im Getreide unter der Berücksichtigung der bedarfsgerechten Verfügbarkeit aller für das Wachstum nötigen Faktoren.
Einsatzempfehlung für Scyon im Getreide
Im Getreide empfehlen wir den Einsatz von Scyon zwischen der Mitte der Bestockung und dem Beginn des Schossens. Das sind entsprechend die BBCH-Stadien 25 bis 30.