Wildschäden in Feld und Wald vermeiden

Wildschäden auf dem Acker, dem Grünland und im Wald sind immer ärgerlich: Durch Wild verursachter Verbiss und Wühlschäden führen dazu, dass die betroffenen Pflanzen und Kulturen in ihrem Wachstum und in ihrer Entwicklung nachhaltig gestört werden können, teilweise kann es zum Absterben der Pflanze kommen. Wildverbiss wird insbesondere durch Rehwild, Rotwild und Damwild verursacht. Sie fressen einzelne Pflanzenteile, vor allem junge, weiche Triebe und Knospen werden bevorzugt. Auch Hasen, Füchse und andere Wildtiere können Wildschäden verursachen.


Durch Wildschweine (Schwarzwild) entstehen gravierende Wühlschäden. Auf der Suche nach Nahrung zerstören die Allesfresser Rapsflächen, Getreide- und Maisfelder sowie Kartoffeläcker. Sie bereichern sich sowohl am Saatgut als auch an den reifen Feldfrüchten. Auch Grünlandflächen werden von Wildschweinen umgebrochen – hier suchen die Tiere vor allem Engerlinge und Mäuse.


Durch den Einsatz von Vergrämungsmitteln gegen Wild haben Sie die Möglichkeit, Schwarz-, Reh- und Rotwild sowie Hase, Kaninchen & Co. gezielt zu vertreiben. Landwirte und Jäger können mögliche Schäden deutlich reduzieren und sich so gemeinsam vor erheblichen Verlusten schützen. Achtung: Nicht jedes Produkt wirkt bei allen Tierarten. myAGRAR gibt einen Überblick.

Schälen von Bäumen

Wenn Rotwild oder Damwild ganze Rindenstreifen von Bäumen im Winter abnagen oder im Sommer abziehen, wird vom Schälen gesprochen (Rehe schälen nicht). Innerhalb von wenigen Stunden kann ein ganzer Waldbestand geschält werden. Sommerschäle wird vor allem auf übermäßige Störungen und Stress durch beispielsweise hohen Jagddruck zurückgeführt, Winterschäle deutet in erster Linie auf Nahrungsknappheit hin.

Fege- und Schlagschäden im Wald

Um ihr ausgewachsenes Geweih oder Gehörn vor der jährlichen Neubildung loszuwerden, reiben Rehböcke und Hirsche den Bast an Bäumen und Büschen ab und schlagen Baumrinde durch das Geweih (Rehbock) oder Gehörn (Mufflon und Steinbock) ab. Das „Schlagen“ dient unter anderem zur Reviermarkierung und als Kampfersatz. Durch das sogenannte „Fegen“ werden Rinden und Äste insoweit beschädigt, dass eine gute Weiterentwicklung der Forstpflanzen ausgeschlossen werden kann und dies in weiterer Folge zum Absterben führen kann. Der Zeitpunkt kann individuell und klimabedingt variieren, alte Hirsche beginnen mit dem Fegen jedoch schon durchaus Anfang Juli.

Wildschäden vorbeugen

In kleinerer Menge ist es durchaus möglich über Einzelschutz in Form von Fegeschutzspiralen, Wuchshüllen oder Stachelbäumen nachzudenken. Wuchshüllen haben gegenüber Fegeschutzspiralen den Vorteil, dass sie sowohl vor Verfegen als auch vor Verbeißen durch Wildtiere schützen. Ihr Auf- und Abbau ist allerdings mit einem großen Zeit- und Kostenfaktor verbunden. Durch seitliches Aufschneiden lassen sich Wuchshüllen außerdem nicht erneut verwenden.
Flächenschutz erfolgt durch die Einzäunung ganzer Flächen. Wildschweine schaffen es jedoch häufig beim Erstkontakt Elektrozäune niederzureißen. Wenn über einen Elektrozaun nachgedacht wird, sollte dieser deshalb möglichst installiert werden, bevor die Fläche ein attraktives Nahrungsangebot darstellt und sich die Tiere frühzeitig daran gewöhnen können.


Da die Wildvergrämung mit traditionellen Mitteln nicht immer den gewünschten Erfolg erzielt und mit einem hohen Aufwand verbunden ist, können Landwirte und Jäger zum Schutz von Pflanzen und Böden Fernhalte- und Vergrämungsmittel einsetzen. Für einige der Mittel gelten aufgrund der Inhaltsstoffe Warnhinweise zur Handhabung. Andere Produkte wiederum basieren auf natürlichen Komponenten wie beispielsweise tierischen Proteinen oder ätherischen Ölen. Sie sind biologisch abbaubar und für Menschen, Tiere und die Umwelt völlig ungefährlich. Die gängigste Methode ist die Vergrämung von Wild über Duftstoffe.
Im myAGRAR-Shop finden Sie Wildverbiss- und Fegeschutzmittel sowie Konzentrate zur Wildabwehr.

Unsere Empfehlungen: 

  1. Trico Trico
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 Trico ist ein Wildverbiss- und Fegeschutzmittel zur ganzjährigen Anwendung gegen Reh- und Rotwild an Laub- und Nadelhölzern sowie im Weinbau, Raps, Mais, Soja, Sonnenblume und Hopfen.

  1. WildStop WildStop
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 WildStop ist ein Konzentrat zur Wildabwehr zum Schutz von Ackerflächen, Gärten oder auch Kabeln in Autos. Das Mittel wirkt wie ein unsichtbarer Duftzaun gegen Rot-/Schwarzwild, Füchse, Hasen, Marder, Wildschweine, Ratten, Wühlmäuse, Maulwürfe und andere Wildtiere.

 

 

  1. Wildschreck ReHa Wildschreck ReHa
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Wildschreck ReHa ist ein Konzentrat zur gezielten Vergrämung und Fernhaltung von Rehen, Hasen und Kaninchen in der Land- und Forstwirtschaft, im Garten- und Weinbau, in Ziergärten und auf Friedhöfen. Die eingesetzten Duft- und Wirkstoffe sind für Mensch, Tier und Umwelt ungefährlich. Die mit dem Wildschreck ReHa benetzten Pflanzen haben zunächst einen rötlichen Belag, angetrocknet verliert sich die Farbe wieder. Die Duftstoffe bleiben jedoch erhalten und wirken im Frühjahr/Sommer ca. 6 Wochen, im Winter bis zu 4 Monate abweisend.

 

Ein bewährtes Lockmittel, um Schwarz- und Rotwild gezielt über weite Entfernungen anzuziehen, ist Buchenholzteer. Das Produkt besteht aus Buchenteer in Reinform ohne Zusätze und Pheromone. Es ist zum Anlegen von Malbäumen und Kirrungen gut geeignet. Hier geht’s zum Produkt!

 Stand: 2021


Das Wichtigste in Kürze: 

✅Warum ist der Einsatz von Vergrämungsmitteln gegen Wild sinnvoll?

Mit Hilfe von Vergrämungsmitteln ist es möglich Wild wie Schwarz-, Reh- und Rotwild sowie Hase, Kaninchen & Co. gezielt zu vertreiben, um so Ackerflächen, Grünland und Wälder vor Wildschäden zu schützen.

✅Was gilt es beim Einsatz mit Vergrämungsmitteln gegen Wild zu beachten?

Die sorgfältige Auswahl des passenden Mittels ist bedeutend: Nicht alle Vergrämungsmittel wirken bei allen Tierarten. Außerdem spielen die Wirkungsweise sowie Wirkungsdauer des jeweiligen Mittels eine große Rolle.


Vergrämungsmittel: 

  1. Trico Trico
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