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Checkliste zur Getreideernte 2022: Haben Sie an alles gedacht?

In einigen Regionen Deutschlands hat die Getreideernte bereits begonnen, in anderen Regionen werden die Erntemaschinen noch aus dem Winterschlaf geholt. Wenn das Wetter mitspielt und es trocken bleibt, dürften bald in jeder Ecke Deutschlands die Mähdrescher und Trecker auf den Straßen und Feldern zu sehen sein. Doch um eine möglichst stressfreie, effektive Erntezeit möglich zu machen. ist es wichtig richtig vorbereitet zu sein. myAGRAR gibt Tipps, was Sie vor der Ernte abchecken sollten und worauf bei dem Start in die Ernte zu achten ist.

Sind alle Schlepper und Arbeitsgeräte verkehrstauglich?

Natürlich sollte jede Maschine auf dem Hof jederzeit verkehrstauglich sein. Doch besonders Teile wie Blinker oder Rundumleuchten funktionieren ausgerechnet dann nicht, wenn man sofort losfahren möchte. Checkt daher an einem ruhigen Tag vor der Ernte, ob alle Trecker, Anhänger und Anbaugeräte wie Scheibeneggen, die bei der Stoppelbearbeitung zum Einsatz kommen über die nötigen Beleuchtungseinrichtungen verfügen.

Hier finden Sie alles rund um Beleuchtung:

Sonderregelungen für die Transportbreite von Mähdreschern

In Bayern können Landwirte und Lohnunternehmer die Genehmigung zentral bei der Bezirksstelle Oberpfalz einholen. In den Bundesländern Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt wurde sich auf ein vereinfachtes Verfahren bis zu einer Breite von 3,50m geeinigt.

Häufig benötigte Ersatzteile auf Vorrat bestellen

Durch kleine Fehler bei der Arbeit oder eine hohe Belastung der Arbeitsgeräte in der Erntesaison müssen einige Teile im Laufe der Ernte ausgetauscht werden. Ungünstig wäre es, wenn ausgerechnet dann das richtige Ersatzteil nicht mehr in der eigenen Werkstatt im Lager ist, der Landtechnikhändler vielleicht gerade mit einem Notfall beschäftigt ist oder das richtige Teil erstmal bestellen muss. Überlegen Sie sich also welche Ersatzteile Sie vielleicht vorsorglich bestellen können, um im Notfall nicht lange warten zu müssen, sondern die Sache sofort selbst reparieren zu können.

Hier finden Sie unsere Ersatzteile und Agrartechnik:

Reifeprüfung Getreide: Wann kann die Ernte losgehen?

Um mit der Ernte starten zu können muss das Getreide reif sein und darf eine bestimmte Feuchtigkeit nicht überschreiten. Bei zu hohen Feuchtigkeitswerten fallen beim Verkauf an einen Landhändler Trocknungsgebühren an oder es muss für die eigene Lagerung getrocknet werden, wobei selbstverständlich auch Kosten anfallen. Außerdem erschwert zu feuchtes Getreide den Ernteablauf, da die Ähren im Extremfall nicht vernünftig ausgedroschen werden können und es zu höheren Verlusten kommen kann.

Feuchtigkeitsmessgeräte als Entscheidungshilfe

So mancher Landwirt beruft sich ausschließlich auf seine Erfahrung und sagt er könne beim Anblick des Feldes sehen, ob der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Um das ganze jedoch präzise und mit Sicherheit sagen zu können, ist der Einsatz von mobilen Feuchtigkeitsmessgeräten sinnvoll. Bei der Probennahme sollte diagonal durch das Feld gegangen werden, um aus verschiedenen Bereichen jeweils einige Ähren zu sammeln. Anschließend müssen die Ähren per Hand ausgedroschen werden und in das Feuchtigkeitsmessgerät gefüllt werden. Bei den handelsüblichen Geräten kann zwischen verschiedenen Kulturen, wie z.B. Getreide, Mais, Raps Erbsen oder Sonderkulturen ausgewählt werden.

Wie genau sind mobile Feuchtigkeitsmessgeräte?

Mobile Feuchtigkeitsmessgeräte haben in der Regel eine Toleranz von bis zu 0,5%. Das bedeutet bei der angezeigten Feuchtigkeit von 13% kann die tatsächliche Feuchtigkeit zwischen 12,5% und 13,5% liegen. Die Geräte zeigen die Feuchtigkeit in 0,1% Schritten an. Wer ein neues Gerät zum Messen der Feuchtigkeit kauft, kann das Gerät eichen lassen. Dafür bieten Getreidesammelstellen die Möglichkeit eine Probe in den professionellen Messgeräten vor Ort messen zu lassen. Dann wird die gleiche Probe mit dem mitgebrachten Gerät gemessen und kann auf das Ergebnis des Profi-Geräts geeicht werden.

Ab wann kann Getreide gedroschen werden?

Zielwerte für die Feuchtigkeit im Getreide sind maximal 14% Feuchtigkeit bei der Ernte. Bei Raps muss die Feuchtigkeit deutlich niedriger bei 6% liegen. Wichtig bei der Ernteplanung ist, dass mit einer Abtrocknung von 1-2% auf normalem Boden pro Tag zu rechnen ist. An besonders heißen und windigen Tagen auf sandigen Böden kann die Feuchtigkeit um bis zu 4% pro Tag abnehmen.

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Tragbares Feuchtigkeitsmessgerät für z.B. Getreide, Mais, Raps, Erbsen und Sonderkulturen (für 16 Getreidesorten) Probemenge 80 ml.

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Der Getreidetester ist mit einem robusten und stoßsicheren Aluminiumgehäuse versehen. Das Gerät kann eine Messung von bis zu 19 verschiedenen Erntegütern durchführen. Man hat die Möglichkeit Durchschnittsberechnungen anzustellen. Da das Getreide gemahlen wird, erreicht man eine sehr genaue Messung des Wassergehaltes. Das Gerät ist kalibrierfähig.

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Der Getreidefeuchte- und Gewichtsmesser ermöglicht die rasche und problemlose Messung der Feuchtigkeit, Temperatur und des Hektolitergewichts einer Probe. Der automatische Temperatur- und Hektolitergewichtsausgleich garantiert präzise Ergebnisse. Somit kann sofort der Nährwert von Getreide ermittelt werden.


Das Wichtigste in Kürze:

✅ Was spricht für frühe Rapssorten?

Rapssorten mit frühen Ernteterminen machen es möglich, den Ausfallraps direkt nach der Erne durch ein mehrfaches Auflaufenlassen mit anschließender Bodenbearbeitung deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig wirkt sich diese Maßnahme positiv auf die weitere Fruchtfolge aus.

Worauf sollte bei der Auswahl einer Rapssorte geachtet werden?

Bei der Wahl einer Rapssorte sollte nicht nur auf einzelne Ertragsleistungen oder Qualitätsmerkmale geachtet werden. Wichtig bei der Sortenwahl sind auch Vorteile wie Ertragssicherung und Resistenzeigenschaften, die entscheidend zur Risikominimierung beigetragen. Ertragsrisiken sowie Arbeitsspitzen lassen sich außerdem durch den Anbau mehrerer Rapssorten kompensieren.

✅ Auf welchen Standorten lohnt sich der Rapsanbau

Besonders geeignet für den Rapsanbau sind tiefgründige Lehmböden. Bei ausreichend Niederschlägen können auch schwere Böden oder humose Sandböden mit guter Nährstoffversorgung für den Rapsanbau in Frage kommen. Wenig geeignet sind tonige Böden mit Neigung zur Staunässe oder sehr leichte und flachgründige Böden.


Weiterer Fachbeitrag zum Thema:

Lagerhaltung Getreide: Wie bleibt es im Lager gesund?

Die Getreideernte 2021 ist für Landwirte eine echte Herausforderung und Chance zugleich: Das wechselhafte Erntewetter hat dazu geführt, dass viele Partien nicht trocken geerntet werden konnten. Zum Teil staut sich die Ware noch vor den Trocknungen. Gleichzeitig ist der Getreidepreis auf einem 9-Jahres-Hoch ...

Stand: 30.06.2022