Die Pflanzenschutzspritze fachgerecht einwintern

Der Winter steht vor der Tür. Einige Maschinen dürfen in eine mehrmonatige Pause gehen, so auch die Pflanzenschutzspritze. Doch was gilt es dabei zu beachten? Lieber ausblasen oder Frostschutz verwenden? Welche Mittel sollten zur Säuberung verwendet werden? Und wohin mit der Flüssigkeit, die noch in der Spritze ist? Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt und im myAGRAR-Shop finden Sie die passenden Produkte, um ihre Pflanzenschutzspritze sicher durch den Winter zu bekommen.
Die Spritzsaison für dieses Jahr ist abgeschlossen. Damit die Pflanzenschutzspritze auch im nächsten Frühjahr wieder voll einsatzbereit ist, gilt es einige Aspekte für die Einwinterung zu beachten.

Checkliste: Pflanzenschutzspritze einwintern - 10 Schritte zur Orientierung - Download

Vorsicht beim Trockenlegen

Der klassische Weg: Mit dem sogenannten „Trockenlegen“ wird die Pumpe ausgebaut und alle Leitungen und Düsen der Maschine werden mit Druckluft ausgeblasen. Das hört sich zunächst sehr einfach und ansprechend an, empfiehlt sich jedoch höchstens für alte und simpel gebaute Spritzen. Das Problem: Je mehr Schläuche und Dichtungen vorhanden sind, desto eher besteht bei diesem Verfahren die Gefahr, dass genau diese Teile austrocknen und porös werden. Sollte sich zudem Wasser ansammeln, kann es bei Minustemperaturen zum Auseinanderbrechen oder Platzen von Schläuchen und weiteren Bauteilen kommen.

Gründliche Reinigung von innen und außen

Die Entleerung der Feldspritzen sowie die gründliche Außen- und Innenreinigung der Spritze müssen noch auf dem Feld erfolgen. Pflanzenschutzmittel dürfen dabei auf keinen Fall in die Kanalisation oder in Oberflächengewässer gelangen. Die Außenreinigung kann mit dem Hochdruckreiniger oder entsprechenden Handbürsten erfolgen. Danach folgt die Innenreinigung, ebenfalls auf dem Acker. Augenmerk sollte dabei insbesondere auf das Rührwerk und die Einspülschleuse gelegt werden. Speziell dafür entwickelte Reinigungsmittel finden Sie im myAGRAR-Shop, beispielsweise den ATR Spritzenreiniger.
Bewegliche Bestandteile der Spritze, wie die Zapfwelle, Drehgelenke oder Scharniere am Gestänge sollten abgeschmiert werden. Metallteile sollten mit einem Rostschutzmittel gegen Flugrost eingesprüht werden. Schläuche gilt es zu überprüfen und gegebenenfalls mit einem Gummischutz zu versehen.

Welches Frostschutzmittel verwenden?

Frostschutz ist nicht gleich Frostschutz. Eine sichere Variante ist der Einsatz von herkömmlichen Frostschutzmitteln, die biologisch abbaubar sind, die aber keinesfalls „Scheibenklar“ enthalten dürfen. Scheibenklar enthält in der Regel flüchtige Alkohole, welche mit der Zeit verdunsten und dann ihre frostsichere Wirkung verlieren. Auch von der Verwendung von AHL als Frostschutzmittel wird abgeraten. Es verhindert zwar, dass Dichtungen austrocknen oder einfrieren, greift aber Metallteile und Gummidichtungen an.

Die praktische Lösung: Im myAGRAR-Shop finden Sie das speziell für Feldspritzen entwickelte Granit Frostschutz-Konzentrat. Dessen Wirkung lässt sich mithilfe einer Spindel überprüfen. Beachten Sie, dass vorhandenes Restwasser in der Spritze die Frostschutzlösung verdünnt – berücksichtigen Sie diesen Effekt bei der Dosierung, damit der Frostschutz auch tatsächlich gewährleistet ist. Beschaffen Sie genügend Mittel: Für eine mittlere Anhängerspritze können mindestens 50 Liter des Frostschutzmittels nötig sein. Letztendlich kommt es jedoch auf den Ausstattungsumfang der Feldspritze sowie die Gestängebreite an.

Mit dem richtigen Druck alle Leitungen erreichen

Schon für die Reinigung gilt, dass alle Düsen und Leitungen erreicht werden. Spielen Sie auch beim Einwintern der Feldspritze alle Funktionen und Programme durch, sodass alle Ventile, Düsen und Filter, das Rührwerk sowie Behälter mit Frostschutz geschützt werden. Mit hohem Druck können Sie auch die Rückstromkanäle erreichen. Beachten Sie jedoch die individuell für Ihre Spritze geltenden Einwinterungshinweise in der Bedienungsanleitung oder die online vom Hersteller zur Verfügung gestellten Hinweise.

Düsen sauber und trocken lagern

Es empfiehlt sich, austauschbare Düsen und Filter abzubauen, zu reinigen und über den Winter separat zu lagern. Durch den Frostschutz können sich Ablagerungen in der Spritze bilden. Diese werden nach der Winterpause unkompliziert durch das Spülen mit klarem Wasser aus der Spritze und speziell über das Gestänge rausgespült. Verstopfungen können vermieden werden, indem die sauber und trocken gelagerten Düsen erst im Anschluss an den Spülvorgang montiert werden. Wenn Sie Düsen ersetzen müssen, finden Sie im myAGRAR-Shop ein breites Angebot hierzu.

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Unsere Empfehlung zur fachgerechten Einwinterung

Das wichtigste in Kürze:

✅Die Pflanzenschutzspritze ausblasen oder Frostschutz verwenden?

Ganz klar: Frostschutz nutzen. Mit dem sogenannten „Trockenlegen“ wird die Pumpe ausgebaut und alle Leitungen und Düsen der Maschine werden mit Druckluft ausgeblasen. Bei diesem Verfahren besteht jedoch die Gefahr, dass genau diese Teile austrocknen und porös werden. Sollte sich zudem Wasser ansammeln, kann es bei Minustemperaturen zum Auseinanderbrechen oder Platzen von Schläuchen und weiteren Bauteilen kommen. Frostschutz hat hingegen den Vorteil, dass sämtliche Dichtungen und Membranen nicht austrocknen können. Außerdem kann das Frostschutzmittel im Frühjahr abgefüllt und nach der Saison problemlos wiederverwendet werden.

✅Welches Frostschutzmittel verwenden?

Frostschutz ist nicht gleich Frostschutz. Eine sichere Variante ist der Einsatz von herkömmlichen Frostschutzmitteln, die biologisch abbaubar sind, die aber keinesfalls „Scheibenklar“ enthalten dürfen. Scheibenklar enthält in der Regel flüchtige Alkohole, welche mit der Zeit verdunsten und dann ihre frostsichere Wirkung verlieren. Auch von der Verwendung von AHL als Frostschutzmittel wird abgeraten. Es verhindert zwar, dass Dichtungen austrocknen oder einfrieren, greift aber Metallteile und Gummidichtungen an. Die praktische Lösung: Im myAGRAR-Shop finden Sie das speziell für Feldspritzen entwickelte Granit Frostschutz-Konzentrat.

✅Wie viel Frostschutz wird benötigt?

Für eine mittlere Anhängerspritze können mindestens 50 Liter Frostschutzmittel nötig sein. Letztendlich kommt es jedoch auf den Ausstattungsumfang der Feldspritze sowie die Gestängebreite an. Beachten Sie, dass vorhandenes Restwasser in der Spritze die Frostschutzlösung verdünnt – berücksichtigen Sie diesen Effekt bei der Dosierung, damit der Frostschutz auch tatsächlich gewährleistet ist.

Stand: 2020