Blattdüngung im Getreide

Wichtige Mikronährstoffe für Getreide sind vor allem Mangan, Kupfer und Zink. Sie greifen in Enzymprozesse des Energie- und Stoffwechselhaushaltes der Pflanze ein. Mangel führt zu Ertragseinbußen, Qualitätsverlusten und höherem Krankheitsdruck.

Für die Bestandesführung im Herbst ist es entscheidend, das Getreide gut über den Winter zu bringen. Voraussetzungen dafür sind gesunde Wurzeln und kräftige Triebe.

Spurennährstoffe in Form von Blattdüngern im Herbst bieten die Möglichkeit, die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen Krankheiten und die Überwinterungsleistung zu fördern.

Empfehlung ab dem 3-Blatt-Stadium des Getreides im Herbst

  • 1,5 – 2,0 l/ha ATR Getreide Starter (27 g Cu, 95 g Mn, 95 g Zn) oder
  • 1,0 – 1,5 l/ha Yara Vita Getreide (64 g N, 250 g MgO, 50g Cu, 150 g Mn, 80 g Zn)

Hinweis:
Nach Auskunft der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und der LMS M-V gilt bei N-haltigen Mikronährstoffblattdüngern folgende Regelung:
„Zur Vermeidung eines möglichen Spurennährstoffmangels bei Winterraps und Wintergetreide gilt die
Applikation von Spurennährstoffdünger während der Sperrzeiten im Rahmen der Beizung bzw. der Mikronährstoffblattdüngung entsprechend den Vorgaben der guten fachlichen Praxis nicht als Zufuhr von Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff. Der Bestandteil von Stickstoff in Mikronährstoffdüngern gilt dabei als „unvermeidbarer Bestandteil“ eines Anwendungs-/ Formulierungshilfsmittels. Sofern im Rahmen einer Anwendung im Herbst als Summe aus Saatgutbehandlung (Beizung) und Mikronährstoffdüngung mit N-haltigen Spurennährstoffdüngern nicht mehr als 5 kg N/ha zugeführt werden, fallen diese Blattdünger nicht unter die Sperrzeitregelung. In der Nährstoffbilanz sind sie zu berücksichtigen, da alle gängigen Bilanzierungsprogramme diese Menge automatisiert mit erfassen.“

 

Stand: 2018