Vergrämungsmittel gegen Wild: Effektiver Einsatz und Schutz für den Acker

Wildschäden gehören zu den größten Ertragsrisiken im landwirtschaftlichen Ackerbau. Was für viele Wildtiere eine schmackhafte Mahlzeit ist, bedeutet für den Landwirt oft einen großen finanziellen Verlust. Die Kosten für Wildschäden in Deutschland gehen jedes Jahr weit in die Millionen. Wie können sich Landwirte davor schützen? Der Einsatz von Vergrämungsmittel gegen Wild trägt zur gezielten Vertreibung von Schwarz-, Reh- und Rotwild sowie Hase, Kaninchen & Co bei. Mögliche Schäden können so deutlich reduziert werden. Wichtig ist die sorgfältige Auswahl des passenden Mittels: nicht jedes Produkt wirkt bei allen Tierarten. Eine große Rolle spielen zudem die Wirkungsweise und -dauer des jeweiligen Mittels.

Wildschweine, die nachts auf dem Acker über Mais, Kartoffeln, Hafer oder Weizen herfallen und Rehe, die junge Pflanzentriebe abfressen – keine schöne Vorstellung für Ackerbauern. Um entsprechende Schäden an Pflanzen und Böden sowie Ertragseinbußen zu verhindern, können Landwirte Fernhalte- und Vergrämungsmittel einsetzen. Für einige der Mittel gelten aufgrund der Inhaltsstoffe Warnhinweise zur Handhabung. Andere Produkte wiederum basieren auf natürlichen Komponenten wie beispielsweise tierischen Proteinen oder ätherischen Ölen. Sie sind biologisch abbaubar und für Menschen, Tiere und die Umwelt völlig ungefährlich.

Wirkungsweisen: Geruch, Optik und Akustik

Die Vergrämung von Wild über Duftstoffe ist die gängigste Wirkungsweise. Hier werden Aromen eingesetzt, die für die Tiere schwer zu ertragen sind und dadurch abschreckend wirken. Eine besondere Form der Abschreckung bieten Vergrämungsmittel mit einer kombinierten Wirkungsweise. Spezielle doppellagige Alustreifen bieten beispielsweise eine Kombination aus geruchlicher, optischer und akustischer Vergrämung: Sie verfügen über Depots zur Aufnahme von Wildvergrämungsmitteln, erzeugen Lichtreflektionen und schrecken das Wild die Geräusche beim Aufeinanderschlagen ab.

Vergrämungsmittel können im Spritz-, Streich-, Tauch- oder Streuverfahren ausgebracht werden. Sie werden entweder auf der kompletten Fläche angewendet oder als Duftbarriere in Form eines breiten Duftstreifens um die zu schützende Fläche herum.

Vergrämungsmittel im Grünland schützen Rehkitze

Der Einsatz von Vergrämungsmitteln im Grünland dient einem anderen Zweck als bei den Feldfrüchten. Denn die Aufzuchtszeit von Rehkitzen fällt ab Anfang Mai genau mit der Zeit des ersten Grünlandschnitts zusammen. Konflikte sind vorprogrammiert, da sich die Kitze nach der Geburt einen Liegeplatz im hohen Gras suchen, an dem sie – gut getarnt durch ihr Fleckenfell – regungslos verharren. Gegen Großflächenmähwerke mit Geschwindigkeiten bis zu 15 km/ h und großen Arbeitsbreiten haben die Jungtiere keine Chance. Der Einsatz von Vergrämungsmitteln kurz vor der Mahd sorgt dafür, dass die Wildtiere den Bereich verlassen und sich in Sicherheit bringen.

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Stand: 2020