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Unkraut- und Ungrasbekämpfung in Leguminosen

In der letzten Woche sind bereits die ersten Ackerbohnen gelegt worden. Bei kühlen Temperaturen benötigt die Bohne mind. 14 Tage bis zum Auflaufen. Die Möglichkeiten an Herbiziden sind nach wie vor begrenzt. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden alle im Vorauflauf eingesetzt, das heißt bis kurz vor dem Durchstoßen muss die Anwendung erfolgen.

Bandur
Das Bodenherbizid kann bis zu 5 Tage nach der Saat angewendet werden, allerdings unbedingt vor dem Durchstoßen der Kultur. Die Stärken des Produktes liegen in der Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Rispe, sowie Klette, Ausfallraps und Kamille.

Boxer
Das Produkt wirkt recht gut gegen Klette, Vogelmiere und Gräser. Boxer kann mit 4,0 - 5,0 l/ha im Vorauflauf eingesetzt werden. In reduzierter Aufwandmenge von ca. 3,0 l/ha empfiehlt sich das Produkt in Mischung mit Stomp Aqua.

Stomp Aqua
Das Herbizid wirkt mit ca. 3,5 l/ha im Vorauflauf gut gegen Windhalm und viele Unkräuter. Allerdings gibt es Lücken bei Kamille und Klette.

Centium 36 CS
Das Vorauflaufherbizid ist nur im Vorauflauf zugelassen. Die Stärken liegen bei kruziferen Unkräutern, sowie Klette und Vogelmiere. Allerdings darf Centium nicht in Beständen zu Saatguterzeugung eingesetzt werden.

Novitron DamTec
Ist eine Kombination aus Aclonifen (Bandur) und Clomazone (Centium). Zu berücksichtigen ist, dass mit 2,4 kg Novitron DamTec 1200 g/ha Aclonifen ausgebracht werden, für schwer bekämpfbarem Ackerfuchsschwanz braucht man eher 1800-2400 g/ha Aclonifen (3-4 l/ha Bandur).

Empfehlung von Herbiziden in Leguminosen im Vorauflauf

Gegen Klette und Gräser

  • 2,0 – 3,0 l/ha Boxer (NT 145, 146, 170) + 1,0 – 2,0 l/ha Stomp Aqua (NW 607: 90%=10m, NT 112, NT 145, 146, 170) oder
  • 2,4 kg/ha Novitron Damtec (NW 607: 90%=5m, NW 701, NT 108, NT 127, 149)

Starker Besatz mit Ackerfuchsschwanz:

  • 3,5 - 4,0 l/ha Bandur (NW 607: 90%=5m, NW 701, NT 108)

*länderspezifischer Mindestabstand

Stand: 2019