Die Landessortenversuche / Bundessortenversuche für Raps bieten einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Raps-Sorten und ihre Leistungsfähigkeit
in unterschiedlichen Anbauregionen. Entdecken Sie hier auf einen Blick, welche Sorten aus unserem Sortiment am besten abgeschnitten haben!
Landessortenversuche Raps 2026
Sie möchten wissen welche Raps-Sorten in Ihrem Bundesland am besten abgeschnitten haben? Wir präsentieren Ihnen die Top 3 Sorten auf Basis der LSV-Ergebnisse aus unserem Sortiment. Vergleichen Sie die Raps-Sorten in ihrer Leistungsfähigkeit und wählen Sie die passende Sorte für Ihren Betrieb!
Was sind die Landessortenversuche?
Die Landessortenversuche sind ein bundesländer-übergreifend organisiertes Sortenversuchswesen und garantieren eine objektive Prüfung der neuesten EU weit angebotenen Sorten. Ziel ist es, zugelassene Rapssorten unter regionalen Anbaubedingungen zu testen und daraus Sortenempfehlungen für Landwirte abzuleiten.
Beispiele
- Bayern: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) koordiniert und wertet die Sortenversuche aus.
- Niedersachsen: Landwirtschaftskammer Niedersachsen führt die Landessortenversuche Winterraps durch und veröffentlicht die Ergebnisse.
- Hessen: Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) organisiert und veröffentlicht die Landessortenversuche.
Jährlich werden neue Sorten der Züchtungsunternehmen vom Bundessortenamt zugelassen, also zum gewerbsmäßigen Vertrieb freigegeben. Das Sortenprüfwesen der Bundesländer untersucht anschließend in LSV deren Anbaueignung in den verschiedenen Regionen und gibt an Boden und klimatische Bedingungen angepasste Sortenempfehlungen heraus. Die Ergebnisse aus Wertprüfung und LSV können auf Grund der abgestimmten Richtlinie für die Durchführung der Sortenprüfungen gemeinsam verrechnet werden und liefern die Datengrundlage der Beschreibenden Sortenliste. Durch den wiederholten Anbau der neuzugelassenen Sorten in den LSV im Vergleich zu etablierten Sorten wird eine ideale neutral erhobene Datengrundlage geschaffen, um Neuzulassungen einschätzen zu können. Zu dem liefert die Beschreibende Sortenliste in den Wertprüfungen erfasste Angaben zu Qualität- und Resistenzeigenschaften der Sorten, die über die Erfassung in den Landessortenversuchen hinausgeht (Quelle Bundessortenamt).
Wie laufen die Landessortenversuche ab?
Damit eine Rapssorte in die LSV aufgenommen werden kann, muss sie zunächst zwei Jahre lang in Vorprüfungen getestet worden sein. Das geschieht entweder im Rahmen der Wertprüfung des Bundessortenamtes oder in entsprechenden EU-Prüfungen. Bei EU-geprüften Sorten werden nur die besten Kandidaten für die Landessortenversuche ausgewählt.
Die ersten drei Jahre einer LSV-Prüfung werden aus öffentlichen Mitteln finanziert. In Niedersachsen können Sorten auch länger geprüft werden als in vielen anderen Bundesländern. Voraussetzung dafür ist, dass die Sorte im Vorjahr eine Anbauempfehlung erhalten hat. Ab dem vierten Prüfjahr wird für die weitere Prüfung eine moderate Gebühr erhoben.
Ob eine Sorte in den Landessortenversuchen geprüft oder weiter geprüft wird, hängt daher von zwei Faktoren ab:
- Sie muss die Vorprüfungen erfolgreich bestanden haben.
- Sie muss weiterhin gute Ertrags- und Qualitätsleistungen zeigen.
Nach der Aufnahme in die Landessortenversuche wird die Sorte an mehreren Standorten innerhalb der jeweiligen Anbauregion angebaut. Alle Sorten werden unter möglichst gleichen Bedingungen geprüft, beispielsweise mit identischer Aussaat, Düngung und Bestandesführung. Dadurch können Unterschiede im Ertrag und in anderen Eigenschaften direkt auf die Sorte zurückgeführt werden.
Die Ergebnisse aller Standorte werden anschließend statistisch ausgewertet, häufig auch in Kombination mit Ergebnissen aus Vorjahren. Dadurch lassen sich die Leistungsfähigkeit und die Anbausicherheit einer Sorte zuverlässig beurteilen.
Wichtig ist: Die Landessortenversuche sind unabhängige Versuche zur Unterstützung der Landwirte bei der Sortenwahl. Sie dienen der objektiven Bewertung von Sorten.