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Unkrautbekämpfung im Raps (Herbst 2021)

Winterraps verfügt über eine hohe Konkurrenzkraft. Die Kultur entwickelt sich in der Regel schnell, erreicht im Herbst sogar Deckungsgrade von größer 90 %. Dafür müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden, denn kurz nach der Saat können sich parallel zum Raps diverse Unkräuter und Ungräser zu Konkurrenten um Nährstoffe, Wasser und Licht entwickeln. Eine sorgfältige und konsequente Kontrolle der Flächen und angepasste Maßnahmen zur Unkrautkontrolle sind daher geboten. Denn nur so kann der Raps sich vor dem Winter optimal entwickeln, die nötige Winterhärte erreichen und einen sauberen Start im Frühjahr erreichen.

Der Schwerpunkt des Herbizideinsatzes liegt deshalb im Zeitraum vor oder unmittelbar nach dem Auflaufen. In den vergangenen Jahren waren viele, mit Rauken verunkrautete Bestände zu beobachten: bedingt zum einen durch die Trockenheit im August und September, weshalb die Bodenherbizide nicht richtig wirkten. Zum anderen durfte wegen der hohen Temperaturen von über 25 °C nach der Saat im Vorauflauf kein Clomazone eingesetzt werden. Trockenheit und hohe Temperaturen nach der Aussaat verursachen auf Raukenstandorten die meisten Probleme. Diese Probleme können im Vorauflauf (VA) durch das Clomazone meist gelöst werden. Das Mittel bildet einen Wirkstofffilm auf der Bodenoberfläche und wirkt auch bei trockenen Bedingungen recht sicher. Vor allem ist auf ein feinkrümeliges und gut rückverfestigtes Saatbett ohne Kluten zu achten. Clomazone muss unmittelbar nach der Saat innerhalb von maximal 120 Stunden gespritzt werden. Der Einsatz ist problemlos bei Einhaltung der Anwendungsbestimmungen zur Abdriftminimierung. Bei der Anwendung müssen die strengen Anwendungsbestimmungen in Bezug auf Tagestemperatur, Wasseraufwandmenge, Fahrgeschwindigkeit unbedingt beachtet werden.

Besonders hilfreich ist in dem Zusammenhang ein Service des DWD. Der Deutsche Wetterdienst informiert über die zu erwartenden Temperaturen. Am besten druckt man die Wettergrafik vom entsprechenden Anwendungstag aus und übernimmt sie in die Ackerschlagkartei.

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Im Angelus®, das den Wirkstoff Clomazone enthält, nutzt die Rotam Germany GmbH eine besondere CS-Mikroverkapslungstechnologie. Diese Technologie unterstützt die Wirkung und Kultursicherheit und mindert durch die induzierte Abdrift-Reduktion das Risiko eines potentiellen Schadens an Nicht-Zielpflanzen. Der verkapselte Wirkstoff wird erst nach dem Spritzen freigesetzt. Bei normaler Bodenfeuchte ist in 7 bis 10 Tagen die gesamte Wirkstoffmenge verfügbar.

Ein weiterer Aspekt für die Vorauflaufanwendung mit Clomazone ist der besondere Wirkungsmechanismus. Er liefert einen wesentlichen Beitrag zur Anti-Resistenzstrategie in der Unkrautbekämpfung. Der Effekt von Clomazone auf empfindliche Unkrautarten äußert sich in den typischen Entfärbungssymptomen (bleaching) an grünen Pflanzenteilen.

Weitere Informationen zu Angelus® sowie ein Formular zur Anwendungsdokumentation finden Sie hier.

Anwendungsempfehlung:

0,33 l/ha im Vorauflauf bis 5 Tage nach der Saat (bitte unbedingt NT 154 beachten: bei Tankmischungen erhöht sich der Abstand)

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Stand: 26.08.21