Situation SommergetreideSituation Sommergetreide

Fungizide & Wachstumsregler im Getreide

Die Getreidebestände zeigen sich je nach Aussaattermin sehr heterogen. Im September gesäte Weizenbestände sind meist üppig entwickelt und haben das Stadium BBCH 31 erreicht. Spätere Aussaaten sind noch etwas in der Entwicklung zurück und befinden sich in BBCH 29-30. Gerste und Roggen gehen ebenfalls in BBCH 31. Bei den aktuell warmen Temperaturen und der strahlungsintensiven Witterung sind gute Bedingungen für Wachstumsregler gegeben. Produkte und Aufwandmengen richten sich nach dem Entwicklungsstand der Kulturen.

Weizen/Triticale in BBCH 31 (üppige Bestände):

Ist der Weizen bereits in BBCH 31 und gut bestockt, liegt der Schwerpunkt bei der Einkürzung eher auf Trinexapac-haltigen Produkten. Dadurch wird eine gleichmäßige Kürzung aller Triebe gewährleistet und schwache Nebentriebe werden nicht unbedingt mitgezogen. Für üppige Triticale gilt im Prinzip das Gleiche.

Unsere Empfehlungen:

  • 1,0 l/ha CCC + 0,2 – 0,25 l/ha Modan 250 EC oder
  • 1,0 l/ha CCC + 0,2 – 0,25 l/ha Calma

Unsere Empfehlung bei Ausgangsbefall von Mehltau, Septoria tritici und halmbruchanfälligen Sorten:

Weizen/Triticale in BBCH 29 (dünne Bestände):

Auch in weniger üppigen Beständen ist eine frühe Einkürzung sinnvoll. Hier kann aber über einen höheren Anteil von CCC vor allem in Sorten, die ihren Ertrag über die Bestandesdichte bilden noch verhindert werden, dass Nebentriebe zurückbleiben. CCC wirkt vor allem auf den Haupttrieb und besitzt eine kürzere Wirkungsdauer als Trinexapac.

Unsere Empfehlungen:

  • 1,5 l/ha CCC + 0,15 - 0,2 l/ha Modan 250 EC oder
  • 1,5 l/ha CCC + 0,15 - 0,2 l/ha Calma

Unsere Empfehlung bei Befall von Mehltau und Rost:

Unsere Empfehlung bei Rost mit Nebenwirkung auf Halmbruch:

Wachstumsregler in Gerste

Die Gerste sollte grundsätzlich erst ab dem Stadium BBCH 31 gekürzt werden. Zu frühe Wachstumsreglermaßnahmen können dazu führen, dass die Gerste „buschig“ wird. Auch Roggen sollte erst ab diesem Stadium gekürzt werden. Die Gerste neigt dazu, sich wieder auszuwachsen. Damit der mittlere Stängelabschnitt stabil bleibt, sollten zwischen erster und zweiter Einkürzung möglichst nicht mehr als 14 Tage liegen. Die Aufwandmengen richten sich vor allem nach der Lageranfälligkeit der Sorten.


Unsere Empfehlungen bei den Sorten Lomerit, KWS Meridian, LG Veronika, Galileo, KWS Higgins, Keeper, Flemming, SU Jule, u.a.:

Unsere Empfehlungen bei den Sorten SU Ellen, Lottie, Mirabelle ua.:

Bei warmen Temperaturen über 15°C kann auch ein Zusatz von 0,2 l/ha Padawan Plus sinnvoll sein.

Ausgangsbefall mit Zwergrost, Netzflecken, Rhynchosporium und Mehltau ist in vielen Gerstenbeständen zu finden. Mit den Wachstumsreglermaßnahmen ist eine Fungizidanwendung daher angeraten.

Unsere Empfehlung bei Netzflecken, Rost, Mehltau:

Unsere Empfehlung Mehltau, Rhyncho, Netzflecken:

Unsere Empfehlung für Sie: 

Stand: 2020